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Meditation

 

Buddha Shakyamuni lehrte:
"Wer die Meditation (die Praxis der Versenkung) nicht beherrscht, wird keine Weisheit erlangen."


Laotse lehrte 560 v. Chr

"Wer andere kennt, ist klug.
Wer sich selbst kennt, ist weise".
(Tao Te King, Kap. 33)


Der 28. Nachfloger von Buddha war Bo De Dat Ma (Bodhidaharma). Er brachte das Zen (Thien) von Indien nach China. Die Legende berichtet, dass er die Mönche im Kloster beobachtete, wie sie während der Meditationsübungen einschliefen und sich nicht ruhig halten konnten. Daraufhin lehrte er die Mönche Kampfkunst, um ihren Körper zu stärken.

Vo Lam steht in der Tradition des Bodhidharma. Wir trainieren Kampfkunst (Kung Fu, Tai Chi, Qi Gong, ...), und die Meditation, um "uns selbst zu üben" und Zen zu erreichen.

Wenn wir im Zen leben, brauchen wir uns nicht mehr mit individuellen Ängsten oder Wünschen herumzuschlagen, da wir in Harmonie und Einklang mit der Natur existieren. Wer im Einklang mit der Natur leben kann, wird keine Probleme mehr haben, weil er sie selbst lösten kann. Ein Problem ist erst dann gelöst, wenn wir es selbst, mit all unseren Empfindungen, mit Körper und Geist, mit unserer ganzen Existenz lösen. Wer seine Probleme lösen kann, ist sicher sehr weise. Wer sich auf den Weg zur Weisheit begeben möchte, erkennt sich schon selbst. Wer sich selbst erkennt, übt sich.

"Uns üben" können wir in der Meditation genauso wie in Kung Fu, Tai Chi, Qi Gong oder Waffentechniken. Jeder soll für sich wählen, was für ihn am besten geeignet ist:
"Bäche und Flüsse, alle Wasser fließen zum Meer".

 

 


 

 

Das Vo Lam-Zen

 


1. Hauptrichtung: Wissen um den Instinkt. Was und wie führt unseren Instinkt (Wille).


2. Grund: Laotse’s Lehre (570- 490 v. Chr.)

Der Mensch richtet sich nach der Erde,
die Erde richtet sich nach dem Himmel.
Der Himmel richtet sich nach dem Sinn,
der Sinn richtet sich nach der Natur.
(Tao Te King, Kapitel 25)


Der Instinkt ist ein Prozess, der ab der Geburt an über das Erwachen und die Lebensveränderungen bis zum Sterben wirkt. Er ist der Willensakt unseres Lebens. Die Selbstbeobachtung ist ein sehr wirksames Mittel um unseren Instinkt (Willensakt) zu erkennen, und den Sinn zu verstehen. Den Instinkt brauchen wir für unser Leben, er ist die Ausgangsenergie des Sinns für die Menschen. Mit dem Entdecken und Verstehen unseres Instinktes können wir Klarheit über unseren Sinn (Weg, Wandlung) gewinnen. Weshalb müssen wir unseren Sinn beobachten und sonst nichts anderes? Weil das Bewusstsein und die Erkenntnis eine Reflexion unseres Instinktes ist. Ohne den Instinkt von sehen, riechen, schmecken, hören, berühren, fühlen, gehen und atmen ist die Erkenntnis unmöglich. Das Bewusstsein ist dem Instinkt sehr nahe, jedoch weit vom Sinn entfernt.

1. Der Mensch richtet sich nach der Erde.
Ein Mensch ist die Einheit der Elemente, welche mit dem Prinzip von Ursache und Wirkung die Form schaffen. Wir bezeichnen die Elemente mit Erde.

2. Die Erde richtet sich nach dem Himmel
Das Feinstoffliche erzeugt mit dem Prinzip von Ursache und Wirkung die Elemente. Das Feinstoffliche bezeichnen wir mit Himmel.

3. Der Himmel richtet sich nach dem Sinn
Das Prinzip von Ursache und Wirkung wird vom Sinn erzeugt. Der Sinn organisiert das Prinzip von Ursache und Wirkung.

4. Der Sinn richtet sich nach der Natur
Das funktionieren des Sinns kommt aus der Wandlung des Sinns. Die Wandlung des Sinns ist Natur.


Die Lernmethode:

Wer andere kennt, ist klug
Wer sich selbst kennt, ist weise.
(Tao Te King, Kapitel 33)


Die Menschen sind ein Produkt der Wandlung des Sinns (Geist).
Die Instinktbewegung (Willensakt) kommt aus der Wandlung des Sinns.
Durch die Übungsmethode der Kampfkünste Kung Fu, Tai Chi, Qui Gong und Meditation (Zen) können wir unseren Instinkt klar beobachten.

1. Körper beobachten
Wir beobachten unser Bewusstsein und die Bewegung, also du beobachtest, wie die Bewegung vom Körper, nach der Technik, zu Stande kommt. Damit kannst du immer erkennen: „Wer bewegt?“!

2. Atem beobachten
Wir beobachten das Ein- und Ausatmen. Wie fühlt es sich an? Warm, kalt, kurz, lang, leise, oder stark, mit der Wirkung auf den Körper. Dann erkennen wir, dass unser Körper ein Kreislauf von Leben und Tod ist.

3. Gefühle beobachten
Wir beobachten Gefühle, wie Schmerz, Müdigkeit, Juckreiz, Einschlafen, Wärme, Kälte, Schwere, Leichtigkeit, Härte oder Weich und beobachten „Wie sie sind“, wie genau sie sich anfühlen. Dann erkennen wir, dass die Gefühle das Leid sind.

4. Geistobjekte beobachten
Wir beobachten die optischen Eindrücke, den Ton, den Duft, den Geschmack und die körperlichen Eindrücke, die der Geist empfängt. Wir erkennen, dass die geistigen Objekte (Sinneseindrücke) unwirklich sind, dass die Eindrücke des Prinzips Ursache und Wirkung nur im Augenblick existieren.

5. Geistbewusstsein beobachten
Wir beobachten die Gedanken. Dadurch werden wir das Denken augenblicklich erkennen und sofort mit dem bezeichnen was es ist „Gedanken!!!“. Damit verhindern wir, dass ein Gedanke einen neuen Gedanken produziert. Dann erkennen wir, dass das Geistbewusstsein (Sehbewusstsein, Hörbewusstsein, Riechbewusstsein, Geschmacksbewusstsein, Körperbewusstsein) unbeständig ist, es ist immer veränderlich. Deshalb sollen wir den Sinnesaktivitäten nicht vertrauen. Durch diese Übung erkennen wir, dass der Instinkt unabhängig von Körper und Geist die Quelle unserer Wünsche ist und, dass der Instinkt (unser Wille) vom Sinn zu tun (dem erfüllen des Wunsches) abhängig ist. Weil wir in der Beschränkung unseres Instinktes (des Willens) leben, empfinden wir Leid. Somit können wir den Prozess verstehen und die Beschränkung des Instinktes fallen lassen. Darüber hinaus können wir mit dem Einklang der Natur und dem Sinn zu Leben übereinstimmen.
Weil diese Methode des Instinkt (Natürlichen Trieb) beobachten eine praktische Übung ist, können alle Leute bei Vo Lam meditieren. Ich wünsche euch Erfolg.

Regensburg, Meister Truong Minh Le